Platon´s    Symposium
 

Das Gastmahl
(oder von der Liebe)
 

Jetzt ist von der Tugend des Eros zu sagen, und das Grösste zwar:
daß Eros Unrecht weder tut noch leidet, weder gegen Götter noch
von Göttern, weder gegen Menschen noch von Menschen,
denn nicht leidet er durch Gewalt, wenn er etwas leidet,
denn Gewalt berührt den Eros nicht. Noch bedient er
sich ihrer. Denn willig sind alle dem Eros in allem
zu Diensten: was man aber willig dem Willigen
zugesteht, das erklären die Gesetze,
die Könige des Staates,
für gerecht.

 

Aus der Rede des Agathon